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Der Hochbenn

Römische Wasserleitung

Südlicher Hochbenn

Mittlerer Hochbenn

Nördlicher Hochbenn

Wasserader

Kalkfelsen

Der Hochbenn

Der Dürkheimer Hochbenn,
umfasst 50,2 ha Rebland und liegt zwischen Leistadter Strasse im Osten, Bad Dürkheim im Süden, dem Pfälzer Wald im Westen und dem Hotel Annaberg im Norden. Auch schon vor 2000 Jahren muss der Hochbenn ein beschauliches Plätzchen gewesen sein. Im Rücken der Pfälzer Wald und nach Süden ein idyllischer Blick über das Isenachtal (Bad Dürkheim) und dank dem vorgelagerten, höheren Spielberg ohne dabei von der Rheinebene aus gesehen zu werden.

Wasser gibt es dort genug und der Boden eignet sich vorzüglich um Wein anzubauen. Was also sollte die Römer davon abhalten hier anzusiedeln? Auf diesen Umstand deutet auch der Name hin. Das Wort Benn geht auf Bende, und dieses auf „Beunde“ zurück. Gemeint war damit ein freiliegendes Gut, dessen Ursprünge mit hoher Wahrscheinlichkeit in der Römerzeit zu suchen sind. Während der Flurbereinigung 1978/79 fand man unter anderen römischen Zeugnissen die Grundmauern des Herrenhauses „Villa Annaberg“, einem imposanten Anwesen mit einem 13x6 Meter großem Badehaus. Nur zur Klarheit, die „Villa Annaberg“ hat mit dem „Hotel Annaberg“ nur den Namen gemeinsam.

Bei einem netten Spaziergang im Weinberg auf der Annabergstrasse Richtung Norden kann man sich auf halbem Wege im Schatten eines kleinen Biotops niederlassen. Dort findet sich der Grundriss und Bauplan der Villa Annaberg nebst einer funktionierenden römischen Wasserleitung. Auf diesem Wege lohnt es sich auch mal links und rechts die Weinbergsböden zu betrachten.

Im Süden sind sie noch von gelbroter Farbe und von Buntsandstein geprägt, weiter im Norden werden sie blasser und die anfangs kleinen Kalksteine deutlich größer. Ein kurzer Blick Richtung Annaberg zeigt auch deutlich woher die Kalksteine kommen, denn etwa 300 Meter oberhalb des Gebäudes leuchten an der oberen Abbruchkante fast weiße Kalksteinwände.

Die Weinlage Hochbenn neigt sich nach Süden und leicht nach Osten, dadurch erfahren die Rebstöcke eine fast optimale Sonneneinstrahlung. Die Sonnenwärme wird auch nicht vom Winde verweht, da im Westen der Pfälzer Wald und im Osten der Spielberg vor Odin schützt. Im Kontrast zu der Hitze von oben steht vor allem, der im nördlicheren Bereich etwas kühlere Boden. Die Böden im Hochbenn sind allgemein von kargem Buntsandstein, fruchtbarem Löß und wasserspeicherndem Ton und Lehm geprägt. Südlich mehr Buntsandstein und nördlich mehr mineralisierender Kalkstein. Zusätzlich führt der Boden auf der Höhe mehr Wasser. Dies zeigt sich an den zum Teil direkt im Weinberg austretenden Wasseradern und natürlich am Schlamwegweiher am Rande der Leistadter Strasse.

Dieses außergewöhnliche Terroir aus einer Mischung von optimaler Sonneneinstrahlung, Mineralien spendenden, feuchten und kühlen Böden lässt hier ganz besondere Weine entstehen. Vor allem die Rieslinge danken die Gegebenheiten mit einer komplexen Mischung aus sortentypischen Fruchtnoten, einer gewissen Würzigkeit und mit einem an Feuerstein erinnernden Unterton.

Uns zugute kommen, die nicht gerade kleinen 50 ha, so dass sich allerhand Winzer finden lassen, die ein paar Reben am Hochbenn ihr Eigen nennen. So lassen sich die Hochbennweine dann von Winzer zu Winzer und von südlichem zu nördlichem Hochbenn einfach mal in Ruhe testen.

Sehr zum Wohl – Ihr Steffen Michler