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Cabernet Cubin 2004

Aus dem Nonnengarten vom Weingut Mesel
Tiefdunkler Cabernet Cubin mit mächtigen reifen Gerbstoffen und einem ausladenden Duft nach schwarzer Johannisbeere und klassischem Paprikaaromen des Cabernet. Zum fruchtig-vegetabilen Duftbild gesellen sich würziges Zedernholz und ein Hauch weihnachtlicher Gewürze vom Barriqueeinsatz. Diesen Wein erhalten Sie zum Winzerpreis ab 6 Flaschen versandkostenfrei. Preis pro Flasche 12,60 € (6 Flaschen 75,60 €)
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Der Nonnengarten im Dürkheimer Michel Herbst 2006

Die Weinlese ist zu Ende und die kalte Jahreszeit steht bald ins Haus. Deshalb ist im kommenden Winter ein wärmender Tropfen sehr willkommen. Da Wärme und Feuer nah bei einander liegen bietet sich in der Terroir Reihe des Michels der Feuerberg als nächste zu besprechende Weinlage an.

Der Feuerberg als Großlage bekam seinen offiziellen Namen 1844 und ist mit etwa 867 Hektar Rebfläche in der Lage gut und gern 5 – 10 Millionen Flaschen Wein zu füllen. Aus diesem Grund beschränken wir uns hier auf den Dürkheimer Nonnengarten, der mit 299 Hektar 1/3 der Großlage Feuerberg bildet. Der Name Nonnengarten leitet sich von einem ehemaligen Nonnenkloster ab, die Rebflächen des Nonnengartens ziehen sich östlich vom Gewerbegebiet Bruch beiderseits der B37 bis an die Hänge des Feuerberges. Die meisten Dürkheimer werden sich an die Bagger und kahle Flächen südlich der B37 zwischen Feuerberg und Bad Dürkheim erinnern als große Flächen des Nonnengartens flurbereinigt wurden.

Die Böden des Nonnengartens sind von Sand geprägt. Zeugnis dieser extrem sandigen Lage ist auch eine alte Sandgrube im südöstlichen Teil des Nonnengartens. In den Flachen Lagen sind die Böden etwas nährstoffreicher, also humusbetonter und zum Feuerberg hin geht der Sand langsam in kiesigen Untergrund über. Da der Nonnengarten fast durchweg nordhangig ist oder schöner gesagt nach Süden hin leicht ansteigt würde man ihn eigentlich als eine kühlere Lage bezeichnen. Nordhänge haben keine optimale Sonneneinstrahlung, dennoch findet man im Nonnengarten neben klassischen roten und weißen Sorten vermehrt auch neue Rebsorten die lange Reifezeiten benötigen. Als Beispiel seien hier Cabernet Sauvignon, Cabernet Cubin (C. SauvignonxLemberger) Cabernet Dorsa (C.SauvignonxDornfelder) und auch Merlot genannt.

Das Geheimnis des Nonnengartens um diese Sorten am Nordhang reifen zu lassen liegt im sandigen Boden. Dieser so genannte „leichte Boden“ erwärmt sich auch bei schwacher Sonneinstrahlung sehr schnell, so dass schon mit der ersten  Frühlingssonne dort warme Bodentemperaturen gemessen werden können. Dadurch haben Cabernet und co gute Voraussetzungen um beachtliche Reifegrade und Öchslewerte zu erzielen. Die schlechte Wasserspeicherkapazität führt in den Sommermonaten zu leichtem Trockenstress wodurch besonders die Phenol und Gerbstoffstruktur der Weine unterstütz wird. Alles in allem also die richtige Vorraussetzung um kräftige gerbstoffreiche Cabernet Rotweine mit unverwechselbaren Paprika und Cassis Aromen zu produzieren.

In Guten Jahren wenn die Weine dicht und konzentriert sind wird der ein oder andere Winzer den Rebensaft auch in kleinen Holzfässern reifen lassen um das Duftbild mit Barrique typischen schokoladigen Röst- und Vanillearomen abzurunden. Da zum Rösten Feuer gehört und Schokolade und Vanille zu Weihnachten schließt sich hier der Kreis und wir dürfen gespannt sein welcher dieser Rotweine unseren Weihnachtsbraten begleiten wird.

Ihr Steffen Michler